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Für viele Fische ist wandern überlebenswichtig und unverzichtbar für die Fortpflanzung. In der Schweiz erschweren oder verhindern jedoch 88`000 künstliche Hindernisse die Fischwanderung.

Das Aqua Viva-Themenheft 2013 steht ganz im Zeichen der Fischwanderung.              Hier ist eine Nachbestellung möglich.

Bund und Kantone

Wiederherstellung der Fischwanderung – Strategische Planung (2012)

Autoren: Könitzer C., Zaugg C., Wagner T., Pedroli J.C., Mathys L., Quelle: BAFU Umwelt-Vollzug Nr. 1209
Das Gesetz verpflichten seit 2011 die Kantone, ihre Kraftwerke bezüglich Fischgängigkeit zu prüfen und bis 2014 eine Sanierungsplanung vorzulegen. Dabei gelten jegliche durch Wasserkraft entstandene Hindernisse als sanierungspflichtig. Unterschieden wird zwischen Gewässern, die sich für das Gedeihen von Fischen eignen und solchen die sich nicht eignen. 


Wiederherstellung der Fischauf- und abwanderung bei Wasserkraftwerken (2012)

Autor: Hefti D., Quelle: BAFU Umwelt-Wissen Nr. 1210
Auf- und abwanderung ist unerlässlich für den Lebenszyklus von Fischen und seit 2011 gesetzlich vorgeschrieben. Die Problematik des Fischaufstiegs ist seit langem bekannt, eine Übersicht über die häufigsten Anlagen soll hier bei der Planung helfen. Hingegen braucht es für den Fischabstieg weitere Forschung, weshalb bisher nur Empfehlungen vorhanden sind.


Fischaufstieg am Hochrhein -  Koordinierte Zählung 2005/06 (2008)

Autor: Guthruf J., Quelle: BAFU Umwelt-Wissen Nr. 8010
Alle 10 Jahre werden die Fischaufstiegshilfen der Kraftwerke am Hochrhein überprüft. Bei der letzten Zählung wurden 15 Fischtreppen und 55`000 Fische erfasst, wobei Barben und Rotaugen dominierten. Seit 1950 sind strömungsliebenden Fischarten stark zurückgegangen. Je nach Kraftwerk variierten Aufstiegszahl und Artenzahl sehr stark. 

NGOs

Fischabstieg: Anlagen in Deutschland überzeugen (2010)

Autoren: Dönni W., Boller L., Quelle: WWF Schweiz
Der Fischabstieg wurde bis anhin kaum untersucht. Im Zuge des Projekts Lachs come back sollen nun auch Fischabstiegsanlagen entwickelt werden. Ein Horizontalrechen aus Deutschland bietet einen hohen Fischschutz und eine permanent offene Abstiegsmöglichkeit. Zudem werden auch Geschiebe und Treibgut abgeleitet und verbleiben so im Ökosystem. 


Potentialabschätzung und Massnahmen für die Rückkehr des Lachses in den Kantonen Aargau, Basel, Bern, Solothurn und Zürich (2011)

Autoren: Dönni W., Quelle: WWF Schweiz
Anhand einer Rekonstruktion der historischen Verbreitung und einer GIS-Analyse wurden potentielle Laich- und Jungfischhabitate für Lachse ermittelt und zudem die Erreichbarkeit (Hindernisse) aufgezeigt. Die wenigsten Aufstiegshilfen sind lachstauglich und es existieren kaum Fischabstiegshilfen, weshalb viele Lachse beim Passieren der Turbinen sterben. 

Rechtliche Grundlagen

Bundesgesetz über die Fischerei (BGF)

Abschnitt 3 behandelt den Schutz der Lebensräume und die Bewilligung für technische Eingriffe in diese. In Artikel 12 sind die Finanzhilfen des Bundes für die Wiederherstellung der Lebensräume festgelegt. 


Gewässerschutzgesetz (GSchG)

Artikel 31 schreibt die Erhöhung der Restwassermenge vor, wenn die freie Fischwanderung nicht gewährleistet ist. 

Wissenschaft

Massnahmen zur Gewährleistung eines schonenden Fischabstiegs an grösseren, mitteleuropäischen Flusskraftwerken (2012)

Autoren: Bös T., Egloff N., Peter A., Quelle: Zwischenbericht der Eawag
Fischaufstiegshilfen werden bereits umgesetzt, das Problem des Fischabstiegs für alle Fischarten bleibt jedoch bis anhin trotz Bemühungen ungelöst. Von den wenigen bereits entwickelten Techniken stammen die meisten aus den USA, weshalb noch Forschungsbedarf bezüglich der Übertragbarkeit auf Schweizer Fliessgewässer und ihrer Fauna besteht. 


Wasserkraft ohne negativen Auswirkungen auf die Gewässer? Ein neuer Turbinentyp lässt aufhorchen. (2011)

Autor: Traugott U., Quelle: natur und mensch 2/2011, Seite 12 - 13
Die derzeit getestete KSB- Flussturbine ist nicht auf Querverbauungen angewiesen. Dadurch bleibt die Fischgängigkeit erhalten und die Auswirkungen auf Fauna und Flora sind gering. Die Inbetriebnahme braucht nur Verankerung und Verteilerkasten. Geeignete Fliessgewässer weisen eine Fliessgeschwindigkeit von 2 m/s auf und besitzen die benötigte Mindesttiefe. 


Lebensraumverbund Fliessgewässer: Die Bedeutung der Vernetzung (2011)

Autoren: Werth S., Weibel D., Alp M., Junker J., Karpati T., Peter A., Scheidegger Ch., Quelle: «Wasser Energie Luft» 3/2011

URL: http://www.wsl.ch/wsl/info/mitarbeitende/scheideg/pdf/11437.pdf
Sowohl die longitudinale, als auch die laterale und die vertikale Vernetzung sind für viele Organismen in einem Fliessgewässer entscheidend für Leben und Fortpflanzung. Für den Erfolg eines Revitalisierungsprojektes sind deshalb auch die Vernetzung mit den Seitengewässern und die Kenntnis über die vorkommenden Arten entscheidend. 

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