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An und in den Fliessgewässern der Schweiz leben mindestens die Hälfte aller einheimischen Tier- und Pflanzenarten. Über 60% der Wasserpflanzen gelten als gefährdet, 58% der schweizerischen Fischarten stehen auf der Roten Liste.

Wissenschaft

Wasserpflanzen

Quelle: AWEL Abteilung Gewässerschutz
Die Flora eines Fliessgewässers setzt sich aus Moosen, höheren Wasserpflanzen und Algen zusammen. Gewässerabschnitte lassen sich im Kanton Zürich in fünf verschiedene Vegetationstypen einteilen. Anhand der Vegetation kann der ökologische Zustand eines Gewässers beurteilt werden. 


Wirbellose Neozoen im Hochrhein (2005)

Quelle: BUWAL
Wirbellose Neozoen machen auf der Hochrheinsohle im Grossraum Basel 95% der Benthos- Biomasse aus. Der Main-Donaukanal spielt dabei eine entscheidende Rolle, da er das Donau-Schwarzmeer-System mit dem Rheinsystem verbindet und so den Austausch dieser völlig verschiedenen Gewässerfaunen erlaubt.


Artenschwund ist Kapitalverlust (2010)

Quelle: Eawag
Die Aussterberate im Süsswasser ist deutlich höher als diejenige an Land oder im Meer. Zusätzlich entstehen immer weniger neue Arten, es besteht also ein doppelt negativer Trend. Nicht nur eintönige Lebensräume sind verantwortlich für den Artenrückgang, sondern auch fehlende Vernetzung zwischen den Lebensräumen. 


Flächenbedarf für die Erhaltung der Biodiversität und der Ökosystemleistungen in der Schweiz (2013)

URL: http://www.biodiversity.ch/d/publications/flaechenbedarf_der_biodiversitaet/

Autoren: Guntern J., Lachat T., Pauli D., Fischer M., Quelle: Forum Biodiversität Schweiz der Akademie der Naturwissenschaften SCNAT
Die Biodiversität in der Schweiz kann nur langfristig erhalten bleiben, wenn der Flächen- und Qualitätsverlust sowie die Fragmentierung der Lebensräume gestoppt werden. Einige Lebensräume haben in den letzten 150 Jahren Flächenverlust von 90% oder mehr erlitten. Für die langfristige Erhaltung der Biodiversität wäre deshalb gar eine Verdopplung der Quantität oder mehr notwendig. 

Rechtliche Grundlagen

Bundesgesetz über die Fischerei

Im Bundesgesetz über die Fischerei findet man Vorschriften über den Schutz von Fischen und ihrem Lebensraum.

    

Gewässerschutzgesetz

Mithilfe des Gewässerschutzgesetzes soll der natürliche Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben. 


Leitentscheid: Schweizerischer Bund für Naturschutz und Bund für Naturschutz Baselland gegen W. und Mitbeteiligte, Einwohnergemeinde Augst und Regierungsrat BL (1992)

Quelle: Bundesgericht
Der Regierungsrat des Kantons BL genehmigt den Quartierplan "Im Rumpel", der eine Überbauung am Flüsschen Ergolz vorsieht. Dagegen wird Beschwerde eingelegt, da die Ufervegetation beeinträchtigt und das Überleben des bundesrechtlich geschützten Eisvogels in diesem Gebiet gefährdet wäre.

NGOs

Das schwierige Management von Biberdämmen in der Schweiz (2011)

Quelle: aqua viva Zeitschrift, Seite 12-15
Die Rückkehr des Bibers führt zunehmend zu Konflikten aber auch zu einer bedeutenden Erhöhung der Artenvielfalt durch die Umgestaltung ganzer Lebensräume. Konflikte werden oft durch Einreissen des Biberdammes gelöst, nicht selten ohne Bewilligung. Dieses Vorgehen ist meist nur eine temporäre Lösung.


Die Biodiversität der Schweizer Fische (2012)

Quelle: FIBER
Das Wissen über die grosse genetische Vielfalt der Fische wird immer besser. Die Biodiversität der Fische wird jedoch von den verschiedensten Faktoren gefährdet, beispielsweise durch invasive Arten. Biologische Invasionen orientieren sich an den Landesgrenzen und nicht an biogeographischen Grenzen, was nachvollziehbarer wäre.


Der König der Fische stirbt… und niemand merkt’s (2013)

Quelle: Schweizerischer Fischereiverband
Der Roi du Doubs kommt nur in Frankreich und der Schweiz vor und gilt als Indikator für den Gewässerzustand. 2012 wurden nur noch 52 Exemplare gezählt. Die Gründe für sein Aussterben sind bekannt, doch trotz Schutzkonzept des BAFU und „Berner Konvention“ erfolgt keine Handlung.

Bund und Kantone

Rote Liste - Fische und Rundmäuler (2007)

Quelle: BAFU
Insgesamt stehen 58% der schweizerischen Fischarten auf der Roten Liste, 14% sind regional ausgestorben. Sechs von sieben Langdistanzwanderern sind in der Schweiz ausgestorben. Die Kantone sind aufgefordert Massnahmen zu ergreifen.

Biodiversität in Fliessgewässern (2012)

Quelle: BAFU
Fliessgewässer und Auen weisen eine hohe Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten auf, die an die natürlichen dynamischen Umweltbedingungen angepasst sind. Für eine Wiederbesiedlung wäre besonders die vielerorts zerstörte Vernetzung entscheidend.

Strategie Biodiversität Schweiz (2011)

Quelle: BAFU
Die Biodiversitätskonvention setzte sich das Ziel den Biodiversitätsverlust bis 2010 signifikant zu reduzieren. Aufgrund eines parlamentarischen Auftrags von 2009 erarbeitete das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation zehn strategische Ziele zur Biodiversität in der Schweiz.

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