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02. März 2018

Erfolg für Umwelt- und Fischereiverbände im Rechtsfall Kraftwerk Waldemme

Die Umweltverbände Aqua Viva, WWF und Pro Natura, sowie der Schweizerische und Luzernische Fischereiverband freuen sich über das gestern erhaltene Urteil des Luzerner Kantonsgerichts zum geplanten Kraftwerk der CKW an der Waldemme. Das Gericht wertet die in der Restwasserstrecke gelegene Lammschlucht als eine schützenswerte Landschaft, welche so im Kanton kaum mehr anzutreffen ist. Dem Schutz werde zu wenig Beachtung geschenkt und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks sei ungenügend nachgewiesen. 

Gestern traf das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts zur Beschwerde von Umwelt- und Fischereiverbänden gegen das geplante CKW-Kraftwerks an der Waldemme ein. Die Beschwerde der Verbände wurde am 21. November 2016 beim Kantonsgericht deponiert. Das Gericht bestätigt im Urteil die Haltung von WWF, Aqua Viva und Pro Natura, sowie Schweizerischem und Luzernischem Fischereiverband, dass natürliche Landschaften für wenig Strom nicht unverhältnismässig beeinträchtigt werden dürfen. Es besteht demnach ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Erhaltung des Landschaftsbildes im Bereich der Lammschlucht. Das Urteil hält fest, dass der Lammschlucht als bedeutendes Landschaftselement bei der Festlegung der Restwassermenge im Rahmen der Interessenabwägung (Art. 33 GSchG) stärker Rechnung getragen werden muss. Zudem sei die Bedeutung des Beitrags an die heimische Energieerzeugung gering, womit die Auswirkungen auf die Natur stärker zu beachten seien. Insgesamt sei die Wirtschaftlichkeit des Projekts nur unvollständig ermittelt worden. Der Fall wird damit an die Vorinstanz, den Regierungsrat, zur Neubeurteilung zurückgewiesen. CKW steht der Weiterzug des Urteils an das Bundesgericht offen. Die Verbände hoffen jedoch, dass CKW das Projekt aufgrund des Urteils schubladisiert. Nur wirklich effiziente Projekte bringen die Energiestrategie 2050 vorwärts. Ein Wasserkraftprojekt an der Naturperle Lammschlucht wäre für Natur und Bevölkerung ein unnötiges Opfer.

Weitere Informationen im Urteil des Luzerner Kantonsgerichts.

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