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02.07.2015

Was als grosszügiger Verzicht des Stadtzürcher Elektrizitätswerks EWZ dargestellt wird ist schlicht die Einhaltung des Gewässerschutzgesetzes: Neu fliesst mit 1000 Liter Restwasser pro Sekunde endlich mehr Wasser im Bergeller Bach Maira.

Vorstandsmitglied Andri Bryner macht in einem Leserbrief zum Artikel „Weniger Strom für mehr Bach“ deutlich, wie wenig Beachtung das Gewässerschutzgesetz nach wie vor findet.

Leserbrief zum Artikel „Weniger Strom für mehr Bach“ 

Ein Bach ohne Wasser ist kein Bach

Das Stadtzürcher Elektrizitätswerk EWZ pflegt sein Öko-Image mit Erfolg: Zahlreiche Medien, auch der Landbote, haben letzte Woche ausführlich darüber berichtet, wie im Bergeller Bach Maira nun 1000 Liter Restwasser pro Sekunde fliessen dürfen und das Kraftwerk dafür grosszügig auf rund fünf Prozent der maximal möglichen Stromproduktion verzichte. Was nirgends geschrieben wurde: Diese Teil-Wiedergutmachung von Umweltsünden der Wasserkraftnutzung geht auf eine Verfassungsänderung zurück. Mit dieser gab das Volk dem Bund 1975(!) den Auftrag, die Gewässer nicht nur sauber zu halten, sondern auch dafür zu sorgen, dass ausreichend Wasser darin fliesst. Doch die Sanierung der Restwasserstrecken in Schweizer Bächen und Flüssen ist ein Trauerspiel. Die 1991 endlich im Gewässerschutzgesetz verankerten und seither zweimal verlängerten Fristen sind alle abgelaufen. Noch immer hat aber erst eine kleine Minderheit der Kantone den eindeutigen Auftrag umgesetzt. Auch im Kanton Zürich gibt es noch Fliessgewässer ohne oder mit ungenügenden Restwasserauflagen, etwa die Töss zwischen Rikon und Sennhof. Und noch bevor die Hausaufgaben gemacht sind, droht den Bächen neue Gefahr: Politiker wollen Symbole setzen und die Wasserkraft mit Subventionen auch an Orten ausbauen, wo der Nutzen in Form von Strom in keinem Verhältnis steht zum angerichteten ökologischen und landschaftlichen Schaden.

1979 hat der Bund das Strassenverkehrsgesetz geändert, um das Gurtenobligatorium einzuführen. Heute sehen 90% der Autofahrerinnen und Autofahrer den Nutzen dieser Vorschrift ein. Wer nicht angeschnallt erwischt wird, bekommt eine Busse. 40 Jahre nach Einführung des „Restwasserartikels“ in der Bundesverfassung hat noch nie ein Kraftwerk oder ein Kanton eine Busse bekommen für Wasserdiebstahl. Doch ein Bach ohne Wasser ist kein Bach. Das weiss jedes Kind

Andri Bryner,
Vorstandsmitglied Gewässerschutzorganisation Aqua Viva

 

 

 

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