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14.06.2019

Das Bundesamt für Raumentwicklung weigert sich eine Stellungnahme der Schweizer Umweltschutzorganisationen zur Erhöhung der Flugbewegungen des Wasserflugplatzes Wangen öffentlich zu behandeln und in den Prüfbercht zum Mitwirkungsverfahren aufzunehmen - ein gravierender Verfahrensfehler mit weitreichenden Folgen für Mensch und Natur.

Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zum «Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)» haben Aqua Viva und weiter Umweltschutzorganisationen am 2. Mai 2018 eine Stellungnahme zum «Objektblatt für den Wasserflugplatz Wangen» eingereicht. In der Stellungnahme kritisieren wir die vorgesehene Erhöhung der jährlich zulässigen Flugbewegungen auf 1'500 – mehr als 300 Prozent der aktuellen Nutzung. Durch die damit verbundene Lärmbelastung sehen wir die Ziele der angrenzenden Naturschutzgebiete «Züricher Obersee» (BLN-Gebiet), Flachmoor «Nuoler Ried» und Aue «Aahorn» in Gefahr. Auch die Wohn- und Naherholungsgebiete im Umfeld des Wasserflugplatzes sind vom Fluglärm betroffen.

Im Gegensatz zu den Stellungnahmen anderer Parteien wurde die der Umweltschutzorganisationen nicht öffentlich behandelt und in den Prüfbericht aufgenommen. Die Stimmen ihrer rund 400'000 Mitglieder bleiben somit ungehört. Warum ist bis heute unklar. Auf Nachfrage von Aqua Viva schreibt das ARE am 20. Mai 2019, dass andere Mitwirkende die Eingaben der Umweltschutzorganisationen bereits vorgebracht hätten und diese somit im Verfahren beachtet wurden.

Die an den Wasserflugplatz angrenzenden Schutzgebiete sind wichtige Überwinterungsgebiete, Rast- und Brutplätze für geschützte Vogelarten, wie Grosser Brachvogel, Kiebitz oder Wachtelkönig. Mehrere Studien belegen, dass Vögel empfindlich auf Verkehrslärm reagieren und entsprechende Lebensräume meiden. Ab einem Lärmpegel von über 55 dB(A) steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Arten tagsüber Fressfeinden zum Opfer fallen. Bereits heute ist die Lebensraumfunktion der Schutzgebiete durch den Fluglärm beeinträchtigt. Die Zunahme der Flugbewegungen wird die Problematik weiter verschärfen.

Das Flugfeld bei Wangen ist der einzige Wasserflugplatz der Schweiz und dient insbesondere Sport- und Freizeitflügen. Eine Erhöhung der zulässigen Flugbewegung für Hobbyflüge scheint auch vor den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels fraglich.

 

Medienmitteilung von Aqua Viva

Stellungnahme Naturschutzorganisationen
Objektblatt Wangen

 

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